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Großes Familienbett

Familienbett einrichten: sicher schlafen mit Kind

Familienbett einrichten: sicher schlafen mit Kind

Familienbett einrichten: welche Größe passt, worauf du bei der Sicherheit achten musst und wie der Übergang vom Beistellbett gelingt. Mit offiziellen Empfehlungen.

Großes Familienbett
Zuletzt aktualisiert am von Georg Adam
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Familienbett ist eine große, durchgehende Schlaffläche, auf der Eltern und Kind zusammen schlafen. Bei uns sind das die Überlängen 220×200 und 240×200 – groß genug, dass niemand am Rand liegt.
  • Für Babys im ersten Lebensjahr empfehlen BZgA und DGKJ das eigene Bettchen im Elternschlafzimmer, nicht das Schlafen mitten im Elternbett. Ein Beistellbett zum Andocken verbindet Nähe und eigenen Schlafplatz.
  • Die richtige Größe hängt an der Personenzahl: 220×200 reicht für ein Paar plus ein kleines Kind, 240×200 gibt euch spürbar mehr Luft oder Platz für zwei Kinder.
  • Sicherheit geht vor: Baby immer in Rückenlage, feste ebene Matratze, Schlafsack statt Decke, rauchfreies Schlafzimmer, rund 18 °C.
  • Beim Aufbau zählt eine durchgehende, stützende Fläche. Taschenfederkern statt zusammengeschobener Einzelmatratzen verhindert die Kuhle in der Mitte, in die alle rollen.

Irgendwann steht die Frage im Raum: Wohin mit dem Kind in der Nacht? Ins eigene Zimmer, ins Beistellbett oder gleich ins große Bett zu Mama und Papa? Ein Familienbett ist für viele Familien die naheliegende Antwort – kurze Wege beim nächtlichen Stillen, mehr Nähe, weniger Aufstehen. Damit das gut funktioniert, kommt es aber auf zwei Dinge an: die richtige Größe und, gerade bei Babys, die Sicherheit. In diesem Ratgeber gehen wir beides der Reihe nach durch – ehrlich, mit den offiziellen Empfehlungen im Rücken statt mit netten Vermutungen.

Was ist ein Familienbett? Die Varianten

Ein Familienbett ist kein spezielles Produkt mit Zauberfunktion, sondern schlicht ein Bett, das groß genug ist, dass mehr als zwei Menschen bequem darauf schlafen. Statt eine Standardgröße bis an ihre Grenzen zu belegen, entscheidest du dich bewusst für eine breitere oder längere Liegefläche. In der Praxis gibt es drei gängige Wege dorthin:

  • Das durchgehende große Bett: eine einzige breite Fläche in 220×200 oder 240×200. Das ist die klassische Familienbett-Lösung für alle, die den Platz haben.
  • Das Beistellbett am Elternbett: ein kleines Babybett, das seitlich ans große Bett andockt. Das Kind hat seinen eigenen, abgegrenzten Schlafplatz, liegt aber trotzdem in Armweite. Für die ersten Monate ist das die Variante, die auch offizielle Stellen empfehlen (mehr dazu unten).
  • Zwei Betten zusammengeschoben: die improvisierte Lösung. Sie funktioniert, hat aber einen Haken – in der Ritze zwischen den Matratzen bildet sich eine Kuhle, und Bettlaken rutschen. Für eine dauerhafte, sichere Familienschlafstatt ist eine durchgehende Fläche die deutlich bessere Wahl.

Gut zu wissen: „Familienbett“ meint bei uns die großen Überlängen ab 220 cm Breite. Wer es noch individueller braucht, findet unter Sondergrößen Maße jenseits der Standardformate.

Die richtige Größe für deine Familie

Die häufigste Enttäuschung beim Familienbett ist nicht die Matratze, sondern die zu knapp gewählte Breite. Ein schlafendes Kleinkind dreht sich, wandert quer und beansprucht überraschend viel Fläche. Als grobe Orientierung:

Größe Liegefläche Passt gut für
200×200 200 cm breit Paar, gelegentlich ein kleines Kind dazwischen
220×200 220 cm breit Paar plus ein Kind als dauerhafter Platz
240×200 240 cm breit Paar plus ein bis zwei Kinder, viel Bewegungsfreiheit

Wenn ihr zu zweit gut mit 200×200 auskommt, aber ein Kind regelmäßig mitschläft, ist der Sprung auf 220×200 oder 240×200 spürbar. Die 20 bis 40 Zentimeter mehr Breite entscheiden darüber, ob nachts jemand am Rand balanciert oder alle entspannt liegen.

Prüfe vor dem Kauf zwei Dinge: Passt das Maß durch Tür und Flur, und bleibt rund um das Bett noch genug Platz zum Gehen? Ein 240 cm breites Bett braucht ein entsprechend großes Schlafzimmer, sonst wird der Raum zur Kletterstrecke. Miss lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Bettbreite im Vergleich · Länge jeweils 200 cm 140160180200220240 ×200 cm×200 cm×200 cm×200 cm · beliebt×200 cm · Familie×200 cm · Familie
Alle Bettbreiten im Maßstab — 200×200 als beliebteste Größe.

Sicherheit: worauf Eltern wirklich achten müssen

Hier wird es wichtig, und hier trennen wir bewusst zwischen Wunsch und Empfehlung. So schön die Vorstellung vom gemeinsamen Schlaf ist – für Babys im ersten Lebensjahr gilt eine klare Linie der Fachgesellschaften.

Babys im ersten Lebensjahr: eigenes Bettchen, gleiches Zimmer

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät auf ihrem Portal kindergesundheit-info.de: „Legen Sie Ihr Baby möglichst in sein eigenes Bettchen in Ihrem Schlafzimmer.“ Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) formuliert es fast wortgleich: „Lassen Sie Ihr Kind im Elternschlafzimmer schlafen, aber immer im eigenen Bett!“ Der Grund: Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass das Schlafen mit im Elternbett das Risiko für den Plötzlichen Kindstod (SIDS) erhöhen kann – besonders wenn im Haushalt geraucht wird oder Alkohol im Spiel ist.

Das heißt nicht, dass Nähe schlecht ist. Im Gegenteil: Das eigene Bettchen soll ausdrücklich im Elternschlafzimmer stehen. Genau dafür ist ein Beistellbett gemacht, das seitlich ans große Bett andockt – das Kind hat seine eigene, feste Liegefläche und ist trotzdem direkt neben dir. Dass sich die Empfehlungen auszahlen, zeigt eine Zahl: Laut BZgA sind die SIDS-Fälle in Deutschland seit Einführung dieser Regeln um nahezu 80 Prozent zurückgegangen.

Die Kernregeln für sicheren Babyschlaf (BZgA / DGKJ):

  • Baby immer auf den Rücken legen – nicht auf Bauch oder Seite.
  • Eigenes Bettchen im Elternschlafzimmer, nicht im Elternbett.
  • Schlafsack statt Bettdecke, kein Kopfkissen, keine Bettumrandung.
  • Feste, ebene Matratze – nichts Weiches, in das der Kopf einsinken kann.
  • Schlafzimmer rauchfrei halten, Zimmertemperatur rund 18 °C.

Kleinkinder und größere Kinder

Mit steigendem Alter entspannt sich die Lage. Das SIDS-Risiko ist laut DGKJ in den ersten Lebensmonaten am höchsten und beschränkt sich ab etwa dem zehnten Monat auf wenige Einzelfälle. Für Kleinkinder, die schon selbstständig den Kopf drehen und sich frei bewegen, wird das gemeinsame große Bett zu einer praktikablen Option. Auch dann bleiben ein paar Grundsätze sinnvoll: keine schweren Decken oder Kissen in Reichweite des Kindes, kein Herausfall-Risiko am offenen Rand und niemand im Bett, der geraucht oder Alkohol getrunken hat. Wenn du unsicher bist, sprich es beim nächsten Termin mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt an.

Matratze & Härtegrad im Familienbett

Ein großes Bett ist nur so gut wie seine Liegefläche. Und genau hier machen zusammengeschobene Einzelbetten den bekannten Fehler: In der Mitte klafft eine Ritze, die Matratzen driften auseinander, und über Nacht rollt die ganze Familie in die Kuhle. Eine durchgehende, gleichmäßig stützende Fläche löst das Problem von vornherein.

Wir setzen dabei bewusst auf Taschenfederkern-Matratzen statt auf Schaum. Die einzelnen Federn arbeiten punktgenau: Sie geben dort nach, wo Gewicht liegt, und stützen daneben weiter. Das ist gerade im Familienbett praktisch, weil Erwachsene und Kind unterschiedlich schwer sind – ein Erwachsener sinkt an der Schulter ein, das leichte Kind bleibt daneben eben liegen, ohne in eine gemeinsame Mulde gezogen zu werden. Dazu kommt die gute Belüftung des Federkerns: Der Taschenfederkern ist umhüllt von einer Polsterung aus Naturmaterialien – Seide, Schurwolle und Kaschmir (statt Schaum), der Bezug besteht aus 100 % Viscose. Zusammen sorgt das für ein trockenes, angenehmes Schlafklima. Unser Prinzip dahinter: 100 % Naturmaterialien, Seide und Wolle statt Schaum.

Welcher Härtegrad passt?

Bei uns gibt es drei Härtegrade – Soft, Medium und Firm. Fürs Familienbett ist ein eher stützender Härtegrad oft die klügere Wahl, weil eine zu weiche Fläche das Zusammenrollen in der Mitte begünstigt. Welcher Grad konkret zu euch passt, hängt von Körpergewicht und Schlafposition ab. Statt hier pauschal zu raten, findest du die Antwort in etwa einer Minute über unseren Härtegradrechner. Für das anspruchsvollere Setup lohnt auch ein Blick auf die British Harmony Plus, die etwas höher aufgebaut ist.

Unser Tipp: Für Babys und Kleinkinder auf ihrem eigenen Schlafplatz gilt weiter die Regel „fest und eben“. Eine weiche Matratzenauflage aus Wolle ist etwas für die Erwachsenenseite und gehört nicht in die Schlafzone eines Säuglings.

Praktische Einrichtung: Decken, Bettwäsche und Platz im Raum

Ein Familienbett funktioniert im Alltag nur, wenn drumherum alles passt. Drei Punkte, die im Trubel gern untergehen:

Getrennte Decken statt einer großen

Der Klassiker unter den nächtlichen Streitpunkten: einer zieht, der andere friert. In einem breiten Bett lohnt sich fast immer eine eigene Decke pro Erwachsenem statt einer riesigen Familiendecke. Das reduziert das Ziehen, jeder reguliert seine Wärme selbst, und Naturfüllungen aus Daunen passen sich der jeweiligen Person besser an. Für das Kind auf seinem eigenen Schlafplatz gilt weiter: im ersten Jahr Schlafsack statt Decke.

Bettwäsche in Übergröße

220 und 240 Zentimeter sind keine Standardmaße im Discounter-Regal. Plane die Bettwäsche gleich mit ein, sonst schläfst du das erste halbe Jahr auf zwei zusammengestückelten Garnituren. Ein durchgehendes Spannbettlaken in der passenden Größe hält die Fläche glatt – gerade wenn ein Kind sich nachts viel dreht, ist das ein spürbarer Unterschied zu rutschenden Einzellaken.

Platz und Sicherheit im Raum

Ein großes Bett verändert den Raum. Lass an mindestens einer Längsseite Platz zum bequemen Ein- und Aussteigen, und stelle das Bett nach Möglichkeit nicht frei in die Mitte, sondern mit einer Seite an die Wand – das gibt kleinen Kindern eine geschützte Seite. Achte darauf, dass am offenen Rand kein Spalt zu Nachttisch oder Wand entsteht, in den ein Kind rutschen könnte. Wer wenig Raum hat, findet in unserem Ratgeber außerdem Tipps, wie ein kleines Schlafzimmer trotzdem großzügig wirkt.

Der Übergang: vom Beistellbett zum eigenen Bett

Kein Familienbett ist für die Ewigkeit gedacht. Irgendwann will – oder soll – das Kind im eigenen Zimmer schlafen. Der Weg dorthin läuft meist in drei Etappen:

  1. Beistellbett am Elternbett (0–12 Monate): maximale Nähe bei eigenem Schlafplatz, ganz im Sinne der offiziellen Empfehlungen.
  2. Gemeinsames großes Bett oder eigenes Bett im Elternzimmer (Kleinkindzeit): das Kind schläft in Griffweite, gewöhnt sich aber langsam an mehr Eigenständigkeit.
  3. Eigenes Bett im eigenen Zimmer: der letzte Schritt, oft rund um den zweiten oder dritten Geburtstag – aber ohne festen Zeitplan, jedes Kind ist anders.

Was den Übergang leichter macht: Rituale beibehalten, die vertraute Bettwäsche mitnehmen und den Wechsel nicht mit anderen großen Umstellungen bündeln. Ein passendes Spannbettlaken in der gewohnten Optik oder ein vertrauter Geruch im neuen Bett wirken oft mehr als jede Überredung. Und falls das große Familienbett danach frei wird: Ein 220er oder 240er ist auch für ein Paar ein luxuriöser Rückzugsort, kein Fehlkauf.

Häufige Fragen

Ab wann ist ein Familienbett sinnvoll?

Ein gemeinsames großes Bett wird vor allem im Kleinkindalter praktisch, wenn das Kind sich schon selbstständig bewegt. Für Babys im ersten Lebensjahr empfehlen BZgA und DGKJ dagegen das eigene Bettchen – idealerweise ein Beistellbett, das im Elternschlafzimmer direkt ans große Bett andockt. So bekommst du Nähe und einen sicheren, eigenen Schlafplatz zugleich.

Ist es sicher, das Baby im Familienbett schlafen zu lassen?

Im ersten Lebensjahr raten die Fachgesellschaften davon ab, das Baby mit im Elternbett schlafen zu lassen. Studien deuten auf ein erhöhtes SIDS-Risiko hin, besonders bei Rauchen oder Alkohol im Haushalt. Sicherer ist das eigene Bettchen im selben Zimmer – mit Rückenlage, fester Matratze, Schlafsack statt Decke und rauchfreier Umgebung.

Welche Größe brauche ich für ein Familienbett?

Für ein Paar mit einem Kind ist 220×200 eine gute dauerhafte Größe, 240×200 gibt mehr Bewegungsfreiheit oder Platz für zwei Kinder. 200×200 reicht, wenn das Kind nur gelegentlich mitschläft. Prüfe vorher, ob das Maß durch die Tür passt und rund um das Bett genug Platz zum Gehen bleibt.

Welche Matratze eignet sich fürs Familienbett?

Eine durchgehende Matratze statt zusammengeschobener Einzelbetten – so entsteht keine Ritze und keine Kuhle in der Mitte. Ein Taschenfederkern stützt punktgenau und gleicht die unterschiedlichen Gewichte von Erwachsenen und Kind gut aus. Den passenden Härtegrad zwischen Soft, Medium und Firm ermittelst du am schnellsten über den Härtegradrechner.

Wie gelingt der Übergang vom Familienbett ins eigene Bett?

Schrittweise und ohne Zeitdruck. Vertraute Bettwäsche, gleichbleibende Einschlafrituale und ein bekannter Geruch im neuen Bett erleichtern den Wechsel. Vermeide es, den Umzug mit anderen großen Veränderungen wie Kita-Start oder Geschwisterzuwachs zusammenzulegen. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Zwei Matratzen oder eine durchgehende – wie vermeide ich die Besucherritze?

Am ruhigsten schläft es sich auf einer durchgehenden Matratze ohne Mittelnaht. Setzt du zwei Matratzen zusammen, schließt ein Matratzenkeil (Liebesbrücke) und ein durchgehendes Spannbettlaken die Besucherritze. Für mehr Platz gibt es Familienbetten in 220 und 240 cm Breite – so hat jeder seinen Bereich.

Quellen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Sicher schlafen, kindergesundheit-info.de. Abgerufen am 10. Juli 2026.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Dem Plötzlichen Kindstod vorbeugen, kindergesundheit-info.de. Abgerufen am 10. Juli 2026.
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): Elterninfo: Sicherer Schlaf. Abgerufen am 10. Juli 2026.

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Ob 220 oder 240, welcher Härtegrad, welche Ausstattung – am besten probierst du es in Ruhe aus. Unsere Familienbetten sind handgefertigt aus 100 % Naturmaterialien, und mit 30 Nächten Probeschlafen habt ihr Zeit, gemeinsam die richtige Einstellung zu finden.

Georg Adam
Geschäftsführer Boxspringliebe

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