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Naturmaterialien um den Taschenfederkern

Naturmaterialien im Bett: Seide, Wolle & Baumwolle statt Schaum

Naturmaterialien im Bett: Seide, Wolle & Baumwolle statt Schaum

Warum Naturmaterialien im Bett besser schlafen lassen: Wie Wolle, Seide und Baumwolle Temperatur und Feuchtigkeit regulieren – und was sie vom Schaum unterscheidet.

Naturmaterialien um den Taschenfederkern
Zuletzt aktualisiert am von Georg Adam
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Das Wichtigste in Kürze

  • Naturfasern regulieren dein Schlafklima aktiv. Wolle, Seide und Baumwolle nehmen Feuchtigkeit als Wasserdampf auf und geben sie wieder ab. Dein Bett bleibt trockener und die Temperatur schwankt weniger stark als in einem rein synthetischen Aufbau.
  • Wolle punktet vor allem, wenn dir nachts warm wird. In einer Studie schliefen ältere Menschen in Woll-Schlafkleidung bei 30 °C deutlich schneller ein als in Baumwolle oder Polyester.
  • Ein trockenes Bett ist auch gegen Hausstaubmilben von Vorteil. Milben brauchen ein feuchtwarmes Klima. Das Umweltbundesamt rät zu einem kühlen, gut gelüfteten Schlafzimmer, damit Feuchtigkeit aus der Matratze entweichen kann.
  • „Naturmaterial“ ist kein geschützter Begriff. Achte auf eine klare Materialangabe (z. B. Schurwolle, Seide, Baumwolle) statt auf Werbeworte. Nur so weißt du, was wirklich im Bezug steckt.
  • Wir setzen bewusst auf 100 % Naturmaterialien: Seide und Wolle statt Schaum. Unsere Matratzen sind Taschenfederkerne, umhüllt von einer Polsterung aus Seide, Schurwolle und Kaschmir statt Schaum; der Bezug besteht aus 100 % Viscose.

Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Bett. Trotzdem denken die wenigsten darüber nach, aus welchem Material sie eigentlich schlafen. Dabei entscheidet genau das mit darüber, ob du nachts angenehm liegst oder morgens verschwitzt aufwachst. In diesem Ratgeber schauen wir uns an, was Wolle, Seide und Baumwolle im Bett wirklich leisten, wo ihre Grenzen liegen und warum eine Polsterung aus Naturmaterialien für viele die angenehmere Wahl ist als ein reiner Schaumaufbau.

Warum überhaupt Naturmaterialien im Bett?

Guter Schlaf hat viel mit Klima zu tun. Damit dein Körper zur Ruhe kommt, senkt er nachts seine Kerntemperatur leicht ab. Deshalb empfiehlt das Portal gesund.bund.de des Bundesministeriums für Gesundheit eine Schlafzimmertemperatur zwischen 16 und 18 °C, dazu einen dunklen und gut gelüfteten Raum. Was direkt an deiner Haut liegt, arbeitet in diesem System mit oder dagegen.

Genau hier spielen Naturfasern ihre Stärke aus. Sie sind hygroskopisch, nehmen also Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf auf und geben sie später wieder an die Luft ab. Über die Nacht verlierst du Schweiß, ohne es zu merken. Ein Material, das diese Feuchtigkeit zwischenspeichert und abtransportiert, hält deinen Schlafplatz trockener. Ein Material, das sie staut, sorgt eher für das klamme Gefühl, das viele nachts aufwachen lässt.

Gut zu wissen: Nicht nur die Temperatur zählt, sondern auch die Feuchtigkeit. Das Umweltbundesamt nennt eine relative Raumluftfeuchte von 40 bis 60 % als guten Bereich für ein gesundes Raumklima. Ein Bettaufbau, der Feuchtigkeit puffert, unterstützt dieses Ziel jede Nacht mit.

Der zweite Punkt ist das Liegegefühl selbst. Bei uns steckt im Kern immer ein Taschenfederkern, kein Schaumkern. Die Federn sorgen für Punktelastizität und Belüftung, die Polsterung aus Seide, Schurwolle und Kaschmir für das Klima rund um den Federkern; der Bezug besteht aus 100 % Viscose. Das ist unser Grundprinzip: 100 % Naturmaterialien, Seide und Wolle statt Schaum.

Wolle: Wie sie Temperatur und Feuchtigkeit reguliert

Wolle ist die vielleicht cleverste Faser im Bett. Sie kann viel Wasserdampf aufnehmen, bevor sie sich überhaupt feucht anfühlt, und gibt diese Feuchtigkeit langsam wieder ab. Dieser Puffer glättet die kleinen Temperatur- und Feuchtigkeitsspitzen, die sonst für unruhige Phasen sorgen. Im Sommer wirkt das ausgleichend, im Winter wärmend, weil die Faser gleichzeitig viel Luft einschließt.

Dass sich das im Schlaf bemerkbar macht, zeigt eine kontrollierte Studie ließ 36 Erwachsene bei rund 30 °C und 50 % Luftfeuchte im Schlaflabor übernachten, einmal in Merinowolle, einmal in Baumwolle, einmal in Polyester. Bei den älteren Teilnehmenden (ab 65 Jahren) war der Unterschied deutlich: In Wolle schliefen sie im Schnitt nach 12,4 Minuten ein, in Polyester nach 21,6 und in Baumwolle erst nach 26,7 Minuten. Vor allem, wenn es warm ist, kann Wolle also spürbar helfen.

Für die Feinabstimmung deines Schlafklimas gibt es die Pure Wool Matratzenauflage. Sie legt eine zusätzliche Schicht Schurwolle zwischen dich und die Matratze, ohne dass du am Härtegrad etwas änderst. Für Menschen, die nachts schnell schwitzen, ist das oft der spürbarste Hebel. Mehr dazu, warum es überhaupt zu nächtlichem Schwitzen kommt, liest du in unserem Ratgeber zum Thema.

Seide: Was sie für Haut und Schlafklima tut

Seide ist die feinste der drei Fasern und fühlt sich glatt und kühl an, wenn du dich hinlegst. Diese glatte Oberfläche hat einen praktischen Nebeneffekt: Sie erzeugt weniger Reibung an der Haut als raue Gewebe. Gleichzeitig ist Seide atmungsaktiv und nimmt ebenfalls Feuchtigkeit auf, ohne dass sich das Gewebe schwer anfühlt.

In unseren Matratzen sitzt Seide dort, wo es zählt: in der Polsterung rund um den Federkern, gemeinsam mit Schurwolle und Kaschmir. Die Fasern ergänzen sich gut. Die Schurwolle übernimmt den großen Feuchtigkeitspuffer und die Wärmeregulierung, die Seide sorgt für das feine, angenehme Gefühl an der Oberfläche. So entsteht ein Schlafklima, das ohne einen einzigen Gramm Schaum auskommt.

Naturbezug-Detail mit Keder und Rosette
Handvernähte Rosetten und Keder am Naturbezug.

Unser Tipp: Wenn du wissen willst, wie sich die Naturpolsterung anfühlt, bevor du dich entscheidest, nutze das 30 Nächte Probeschlafen. Ein Klimagefühl lässt sich schwer beschreiben, aber gut ausprobieren.

Baumwolle: Atmungsaktiv und pflegeleicht

Baumwolle ist die Faser, mit der die meisten von uns aufgewachsen sind, und das aus gutem Grund. Sie ist atmungsaktiv, angenehm auf der Haut und robust in der Pflege. Anders als Wolle darf Baumwolle in der Regel wärmer und häufiger gewaschen werden, was sie zur idealen Faser für alles macht, was direkt und oft in die Wäsche geht: Spannbettlaken, Bettwäsche und leichte Auflagen.

Ihr kleiner Schwachpunkt gegenüber Wolle: Baumwolle nimmt Feuchtigkeit zwar auf, gibt sie aber langsamer wieder ab und fühlt sich dann eher klamm an. Deshalb kombinieren wir gern beides. Schurwolle und Seide in der Matratzenpolsterung für die Klimaregulierung, Baumwolle dort, wo Pflegeleichtigkeit im Vordergrund steht. Für die Auflage gibt es passend die Pure Cotton Matratzenauflage, und für den Bezug deines Boxspringbetts das passende Spannbettlaken aus Baumwolle.

Wolle, Seide, Baumwolle im Kurzvergleich

Faser Stärke im Bett Feuchtigkeit Pflege Wo im Bett
Wolle Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich Großer Puffer, gibt Dampf schnell ab Meist lüften statt waschen, kühl Matratzenpolsterung, Wollauflage
Seide Glattes, kühles Hautgefühl Nimmt auf, bleibt leicht Empfindlich, schonend behandeln Matratzenpolsterung
Baumwolle Atmungsaktiv, unkompliziert Nimmt auf, gibt langsamer ab Robust, wärmer waschbar Laken, Bettwäsche, Auflage

Naturfasern oder Schaum – der ehrliche Vergleich

Am Markt gibt es unzählige Betten mit Schaumkernen und Schaumauflagen. Sie sind günstig herzustellen und bieten ein bestimmtes Liegegefühl. Aber Schaum ist ein geschlossenes bis halboffenes Material, das Wärme und Feuchtigkeit eher speichert als abtransportiert. Wer nachts leicht schwitzt, merkt das oft als Wärmestau. Wir verzichten deshalb bewusst komplett auf Schaum und setzen auf die Kombination aus Taschenfederkern und einer Polsterung aus Naturmaterialien.

Ehrlich bleiben heißt aber auch: Naturmaterialien sind kein Wundermittel. Sie machen aus einer durchgelegenen Matratze keine neue, und sie ersetzen kein gutes Schlafzimmerklima. Der größte Hebel gegen Feuchtigkeit im Bett bleibt regelmäßiges Lüften. Naturfasern arbeiten dieser Routine zu, sie ersetzen sie nicht.

Der Milben-Zusammenhang: Hausstaubmilben lieben ein feuchtwarmes Klima. Laut Umweltbundesamt gehen ihre Zahlen zurück, wenn die Raumluft trockener wird, etwa in der Heizperiode. Die Behörde rät zu einem eher kühlen Schlafzimmer (möglichst maximal 18 °C), regelmäßigem Lüften und dazu, die Matratze beim Lüften frei liegen zu lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Eine feuchtigkeitsregulierende Naturpolsterung passt gut zu diesem trockenen, kühlen Ansatz. Details dazu, wie du Milben erkennst und was hilft, findest du im Ratgeber Bettmilben erkennen.

Kurz gesagt: Schaum kann bequem sein, arbeitet beim Schlafklima aber gegen dich, wenn dir schnell warm wird. Naturfasern arbeiten mit deinem Körper und mit einem gut gelüfteten Schlafzimmer zusammen. Welcher Aufbau am Ende zu dir passt, hängt auch vom Härtegrad ab. Wenn du unsicher bist, hilft dir unser Härtegradrechner in wenigen Schritten weiter.

So erkennst du echte Naturmaterial-Qualität

„Natur“ klingt gut und wird deshalb oft verwendet, ohne dass viel dahintersteckt. Der Begriff ist nicht geschützt. Mit ein paar Kontrollfragen findest du heraus, ob wirklich Naturmaterial im Bett steckt oder nur ein Marketingwort auf der Verpackung.

  • Klare Materialangabe. Steht dort konkret Schurwolle, Seide oder Baumwolle mit Anteilen? Oder nur vage „hochwertige Materialien“? Eine ehrliche Angabe nennt Ross und Reiter.
  • Kern und Bezug getrennt betrachten. Ein Naturbezug über einem Schaumkern ist kein Naturbett. Frage nach, woraus der Kern besteht. Bei uns ist es ein Taschenfederkern.
  • Haptik-Test. Echte Wolle fühlt sich lebendig und leicht federnd an, Seide glatt und kühl. Wenn möglich, fass den Bezug an, bevor du dich entscheidest.
  • Herkunft und Fertigung. Wo und wie wird gefertigt? Handarbeit und eine nachvollziehbare Herkunft sind ein gutes Zeichen. Unsere Betten entstehen in Handarbeit in unserer britischen Manufaktur.
  • Pflegehinweise passen zum Material. Wolle will meist gelüftet statt heiß gewaschen werden. Steht auf dem Etikett „bei 60 °C waschbar“, ist es vermutlich keine reine Wolle.

Wie sich das in einem fertigen Produkt zusammenfügt, siehst du an unseren Matratzen British Harmony und British Harmony Plus: Taschenfederkern für die Stützung, Seide, Schurwolle und Kaschmir in der Polsterung für das Klima; der Bezug besteht aus 100 % Viscose. Die ganze Geschichte hinter unserem Materialansatz haben wir auf der Seite Naturmaterialien zusammengefasst.

Häufige Fragen zu Naturmaterialien im Bett

Sind Naturmaterialien im Bett wirklich besser als Schaum?

Beim Schlafklima ja, vor allem wenn dir nachts schnell warm wird. Naturfasern wie Wolle und Seide nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab, während Schaum Wärme und Feuchtigkeit eher staut. In einer Studie schliefen ältere Menschen in Wolle bei Wärme schneller ein als in Baumwolle oder Polyester. Ein gutes Schlafzimmerklima mit regelmäßigem Lüften ersetzt aber auch das beste Material nicht.

Ist ein Bett mit Wolle nicht zu warm für den Sommer?

Nein, Wolle wärmt nicht einfach nur, sie gleicht aus. Sie speichert Feuchtigkeit und puffert Temperaturspitzen, sodass sie im Winter wärmt und im Sommer eher kühlend wirkt. Genau dieser Ausgleich ist ihr Vorteil. Wer sehr leicht schwitzt, kann das Klima mit einer Wollauflage zusätzlich unterstützen.

Sind Naturmaterialien für Allergiker geeignet?

Ein trockenes, kühles Bett ist grundsätzlich von Vorteil, weil Hausstaubmilben ein feuchtwarmes Klima brauchen. Das Umweltbundesamt empfiehlt ein kühles, gut gelüftetes Schlafzimmer und rät, die Matratze regelmäßig frei liegen zu lassen. Ein feuchtigkeitsregulierender Naturbezug passt gut dazu. Ein Heilversprechen ist das nicht. Wenn du eine diagnostizierte Allergie hast, sprich die Auswahl am besten mit deinem Arzt ab.

Wie pflege ich Naturmaterialien im Bett richtig?

Wolle mag es kühl und luftig statt heiß. Lüfte sie regelmäßig aus und wasche sie nur nach Anleitung, meist im Wollprogramm oder gar nicht. Baumwolle darf robuster und wärmer gewaschen werden, deshalb ist sie ideal für Laken und Bettwäsche. Seide ist empfindlicher und sollte schonend behandelt werden. Die genaue Temperatur steht immer auf dem Pflegeetikett.

Woran erkenne ich echtes Naturmaterial beim Bettenkauf?

An einer klaren Materialangabe. Steht dort konkret Schurwolle, Seide oder Baumwolle mit Anteilen, ist das ein gutes Zeichen. Achte darauf, Kern und Bezug getrennt zu betrachten: Ein Naturbezug über einem Schaumkern ist kein Naturbett. Frag im Zweifel nach, woraus der Kern besteht, und prüfe, ob die Pflegehinweise zum Material passen.

Welche Matratze von boxspringliebe hat einen Naturbezug?

Unsere Matratzen British Harmony und British Harmony Plus. Beide sind Taschenfederkern-Matratzen mit einem Bezug aus Seide und Wolle, ganz ohne Schaum. Erhältlich sind sie in den Härtegraden Soft, Medium und Firm. Welcher zu dir passt, findest du mit unserem Härtegradrechner heraus.

Was macht ein Boxspringbett nachhaltig?

Nachhaltig wird ein Boxspringbett durch langlebige Naturmaterialien statt Schaum, handwerkliche Verarbeitung und Reparierbarkeit. Naturfasern wie Schurwolle, Seide und Kaschmir sind nachwachsend, regulieren das Klima selbst und halten bei guter Pflege viele Jahre – das spart auf Dauer Ersatzkäufe.

Quellen

  • Bundesministerium für Gesundheit / IQWiG: Gut schlafen – im Takt mit der inneren Uhr. gesund.bund.de. gesund.bund.de/gut-schlafen. Abgerufen am 9. Juli 2026.
  • Umweltbundesamt: Wie lüfte ich richtig? Tipps und Tricks zur Schimmelvermeidung. Zuletzt aktualisiert 13.12.2024. umweltbundesamt.de. Abgerufen am 9. Juli 2026.
  • Umweltbundesamt: Hausstaubmilbe. Zuletzt aktualisiert 07.11.2025. umweltbundesamt.de/hausstaubmilbe. Abgerufen am 9. Juli 2026.

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