Spätestens nach mehreren Jahren Benutzung kommt die Frage auf, wie oft man eine Matratze wechseln sollte. Ist der Kauf einer neuen Matratze nämlich schon etliche Jahre her, bemerken wir nicht selten, dass sich unser Schlaf verändert und spüren die daraus resultierenden Folgen: Andauernder schlechter Schlaf aufgrund schlechten Komforts, Muskelverspannungen und dadurch resultierende Rückenschmerzen können durch durchgelegene Matratzen hervorgerufen werden. Um entsprechende Symptome zu vermeiden, ist es wichtig, durchgelegene Matratzen rechtzeitig zu erkennen und in regelmäßigen Abständen zu wechseln. Wie oft man Matratzen wechseln sollte und woran man durchgelegene Matratzen erkennt, beantworten wir in diesem Artikel.
Der richtige Zeitpunkt, um eine Matratze zu wechseln
Die Frage, nach wie vielen Jahren eine Matratze gewechselt werden sollte, ist von einigen Faktoren abhängig. So ist es unter anderem von Bedeutung, wie qualitativ hochwertig das Material der Matratze ist, wie sie gepflegt und wie häufig sie genutzt wurde. Doch selbst wenn mit bloßen Augen keine Anzeichen einer durchgelegenen Matratze zu erkennen sind und die Matratze bestens gepflegt wurde, sollte sie nach einem bestimmten Zeitraum gewechselt werden – im Durchschnitt nach 5 bis 10 Jahren:
Hochwertige Matratzen
Handelt es sich um eine qualitativ hochwertige und gut verarbeitete Matratze, dann schätzen Experten bei richtiger Pflege eine Lebensdauer von 10 Jahren. Handgefertigte Naturmatratzen mit Taschenfederkern, wie unsere, halten bei guter Pflege eher 10 bis 15 Jahre; der Wechsel ist dann meist eine Frage der Hygiene, nicht des Durchliegens.
Günstige Matratzen
Günstige Matratzen sind meist schlechter verarbeitet und bestehen meist aus Materialien, die nicht allzu strapazierfähig sind. Es wird daher empfohlen, dass preiswerte Matratzen nach spätestens 4-6 Jahren gewechselt werden.
Eine Matratze sollte allerdings immer sofort gewechselt werden, wenn direkt erkennbar ist, dass eine Matratze durchgelegen ist, sie unangenehme Gerüche bildet oder stark abgenutzt ist.
Warum ist es wichtig, Matratzen regelmäßig zu wechseln?
Der Kauf einer Matratze ist meist eine höhere Investition, die sich dementsprechend auch für einen längeren Zeitraum lohnen sollte – umso wichtiger ist es, vor dem Kauf auf hochwertige Qualität zu achten, damit eine Matratze für einige Jahre hält. Nichtsdestotrotz altert jede Matratze, und das selbst bei optimaler Pflege, denn schließlich verbringen wir täglich mehrere Stunden am Stück im Bett. Die Haltbarkeit einer Matratze nimmt mit den Jahren ab und das meist, ohne dass wir es bewusst bemerken. Überziehen wir die Lebensdauer von Matratzen, sind die Konsequenzen nicht mehr weit.
Wie oft man eine Matratze wechseln sollte, hängt aber auch von der Qualität der Matratze ab: Denn aufgrund jahrelanger Benutzung ermüdet nach und nach das Material. Wählt man qualitativ hochwertiges und damit widerstandsfähiges und langlebiges Material, kann man den Wechsel der Matratze für einige Jahre nach hinten verschieben.
Folgen einer durchgelegenen Matratze
- Nicht erholsamer Schlaf
Wird eine Matratze lange und oft benutzt, verändert sie sich in ihrer Härte und Form, was wiederum dazu führt, dass wir unbequem liegen. Matratzen sind im Idealfall gut auf unser Körpergewicht abgestimmt, sodass wir nachts von maximalem Komfort profitieren können. Nach langer Nutzungsdauer verliert die Matratze allerdings an Form, was zu ständigem Bewegen im Schlaf und damit zu unruhigen Nächten führen kann. - Schmerzen
Ist eine Matratze zu alt, bilden sich ungesunde Vertiefungen, die dazu führen können, dass wir keine gesunde Schlafposition einnehmen können. Außerdem werden Matratzen nach jahrelangem Benutzen weicher. Die Folge: Schmerzhafte Verspannungen, die sich zum Beispiel durch Rückenschmerzen bemerkbar machen und uns in unserer Lebensqualität erheblich einschränken können. - Allergien
Matratzen sind bei Benutzung im Laufe der Zeit ständig Feuchtigkeit ausgesetzt – beispielsweise durch Schmutz und Schweiß. Sammelt sich Flüssigkeit über Jahre tief in der Matratze, können sich nicht nur unangenehme Gerüche oder sogar Schimmel bilden, es können sich sogar Bakterien und Pilze vermehren, was wiederum zu Allergien und Hautreaktionen führen kann. Nicht selten sind durchgelegene, alte und ungepflegte Matratzen Grund für die Entstehung von Hautausschlägen und sogar Allergien.
Durchgelegene Matratze erkennen
Wer sich die Frage stellt, nach wie vielen Jahren man seine Matratze wechseln sollte, sollte auch durchgelegene Matratzen rechtzeitig erkennen können – denn die tatsächliche Lebensdauer einer Matratze ist individuell verschieden und lässt sich somit nur bedingt bestimmen. Ob eine Matratze durchgelegen ist, zeigt sich bereits auf der Matratze selbst, oder durch die bereits entstandenen Folgen:
- Auf Liegekuhlen überprüfen
Der einfachste Test: ein gerades Brett quer über die unbelastete Matratze legen. Wichtig ist dabei, was nachgegeben hat. Bei Matratzen mit Naturpolsterung, wie unseren handgefertigten Modellen aus Seide, Schurwolle und Kaschmir, setzt sich die Füllung in den ersten Monaten dort, wo der meiste Druck liegt. Die flache Liegespur an Schulter und Becken, die dabei entsteht, ist arttypisch und kein Anzeichen eines Mangels; der Federkern darunter trägt weiter. Durchgelegen ist eine Matratze erst, wenn der Kern nachgibt: Die Mulde ist tief, bleibt auch nach dem Wenden, und der Rücken hängt beim Liegen durch. Dann sollte die Matratze gewechselt werden. - Kontinuierliche Schlafstörungen
Schlafstörungen können viele Ursachen haben. Liegt man beispielsweise unbequem und fühlt sich nicht wohl, könnte das ein Indiz für eine durchgelegene Matratze sein. Fällt zusätzlich auf, dass die Matratze schon etliche Jahre in Benutzung ist, sollte man sich direkt nach einer neuen umsehen. - Verspannungen und Schmerzen
Wer an Verspannungen und Schmerzen leidet, die direkt nach dem Aufwachen auftreten und sich im Laufe des Tages bessern, sollte seine Matratze auf ihren Zustand und Alter überprüfen.
Wann ist eine Matratzenauflage am Ende?
Auch eine Matratzenauflage altert. Bei uns liegt auf der Matratze keine Schaumschicht, sondern die Pure Wool Matratzenauflage aus reiner Wolle. Sie ist für die Hygiene gedacht und macht die Liegefläche etwas weicher, außerdem lässt sie sich separat waschen. Deshalb hält sie in der Regel deutlich länger als eine Schaumauflage.
Ersetzt werden sollte sie, wenn sich Gerüche trotz Waschen halten oder die Auflage sichtbar abgenutzt ist. Wie man sie richtig pflegt, steht im Ratgeber Matratzenauflage aus Wolle fürs Boxspringbett.
Matratze tauschen beim Boxspringbett
Einige Menschen stellen sich aufgrund der massiven Erscheinungsform von Boxspringbetten häufig die Frage, ob sich eine Matratze beim Boxspringbett tauschen lässt. Diese Frage lässt sich eindeutig mit “Ja” beantworten, denn die meisten Boxspringbetten haben keine fest integrierte Matratze, sodass diese ohne Probleme ausgetauscht und gewechselt werden kann. Wie oft man Matratzen bei Boxspringbetten wechseln sollte, lässt sich also ganz einfach beantworten: Für Matratzen von Boxspringbetten gelten dieselben Kriterien wie bei herkömmlichen Betten: bei den meisten Modellen ein Wechsel nach 8 bis 10 Jahren, bei handgefertigten Naturmatratzen mit Taschenfederkern eher nach 10 bis 15 Jahren, und dann meist aus Hygienegründen.
Fazit: Wann sollte man eine Matratze wechseln?
Wie oft man eine Matratze wechseln sollte, hängt zwar von der Qualität der jeweiligen Matratze ab, ist aber bei den meisten Modellen nach etwa 10 Jahren fällig, bei hochwertigen Naturmatratzen eher nach 10 bis 15 Jahren. Denn ansonsten können gesundheitliche Probleme folgen: Allergien, Verspannungen, Rücken- und Hüftschmerzen und nicht zuletzt Schlafstörungen, die uns im Alltag erheblich einschränken können. Es ist daher wichtig zu wissen, wie oft man eine Matratze wechseln sollte – sodass entsprechenden Folgen direkt vorgebeugt werden kann.